Einfaches Stillleben aus Glas
Ben Weeks, Februar 2011
Da sich das Wetter noch eher auf der unangenehmen Seite befindet, ist es immer gut, wenn es auch ein paar Indoor-Foto-Aktivitäten gibt. Und wenn man sich nicht zu den besonders engagierten Nutzern des Recyclings zählt, sollten sich zu Hause in der Küche sogar ein paar ideale Foto-Objekte finden lassen. Aber auch wenn man den Mülleimer jeden Tag leert, sollte sich in den Küchenschränken immer etwas passendes finden lassen. Ja, wir reden von Glas und Flaschen!

Ich selbst habe auch immer noch eine paar leere Weinflaschen von Weihnachten zuhause, die nur darauf warten recycelt zu werden. Ich habe im Laufe der Zeit aber auch ein paar Flaschen gesammelt, deren Design ein bisschen ausgefallener ist und die sich nun bestens für kreative Zwecke eignen. Also, man muss nicht immer alles sofort entsorgen. Formschöne Glasflaschen benötigen nur relativ wenig Platz und können mit den einfachsten Mitteln beleuchtet werden und für sehr effektvolle Aufnahmen leicht in Szene gesetzt werden.
Wenn man also einen kleinen Krativitätsstau hat, oder einfach nur eine Ausrede sucht um drinnen bleiben zu können ohne sich gleich als „Schönwetterfotograf“ bezeichnen lassen zu müssen, kann man die folgenden Ideen ruhig mal auf sich wirken lassen.
Hintergrundbeleuchtung
Eine einfache und zugleich sehr effektvolle Art Glasobjekte zu fotografieren ist, sie im Hintergund zu beleuchten. Dies kann durch einen Blitz oder eine Dauerbeleuchtung realisiert werden, wobei die Dauerbeleuchtung auch von einfachsten Hilfsmitteln wie z.B einer Schreibtischlampe kommen kann. Ich habe aber auch schon mit einem Projektor, oder einem weißen Computerbilschirm gearbeitet.
Durchsichtige Glasflaschen
Für das Bild oben, wurde die Glasflasche vor einer weißen Wand auf einem dunklen Tisch platziert. Mit einem Blitzgerät wurde die Wand hinter der Flasche beleuchtet, was die Flasche als eine Art Rahmen erscheinen lässt. Für diesen Effekt ist es wichtig, dass zwischen Wand und Glasflasche genügend Platz ist damit nicht zu viel Streulicht auf die Flasche trifft. Wenn man nicht genug Platz zwischen Wand und Flasche bringen kann, lässt sich auch mit einem schwarzen Karton arbeiten, der das Licht an den Seiten der Flasche mattiert. Dies sorgt zum einem dafür, dass sich das Licht nicht streut wo es sich nicht streuen sollte, zum anderen unterstützt es auch den Rahmen-Effekt der Flasche selbst . Wenn die Silhouette der Flasche zu stark hervortritt, kann meinen einen weißen Karton verwenden der dann absichtlich etwas Licht wieder zurückwirft. Sicher muss man hier ein wenig ausprobieren bis man den gewünschten Effekt erzielt hat, denn die Flasche sollte nicht zu hell erscheinen, da der Effekt sonst zu ausgelichen wirkt.
Aufnahmeprofil und Aufbau-Plan
Projektionen mit Farbflaschen
Obwohl für diese Aufnahme als Lichtquelle ein Diaprojektor verwendet wurde (ohne Dia versteht sich) lässt sich dieser Effekt ebenso mit einer einfachen Wolframlampe nachmachen. Die Lichtquelle, welcher Art auch immer, wird hinter den Farbflaschen platziert und zeigt direkt zur Kamera. Ein Stück Paus-, Pergament-, Backpapier oder, wie beim Bild oben benutzt, ein Aufziehvlies, wird dann direkt vor die Flaschen gesetzt oder gespannt, so dass es sie fast berührt. Wenn man jemanden zur Hilfe hat kann der dieses Papier halten, andernfalls muss man sich irgendwie eine Art Halterung z.B. ein ungebogener Kleiderbügel, Klebestreifen und Modelliermasse sollte genügen. Beim Ausprobieren und Testen habe ich festgestellt, dass der Effekt am besten funktioniert, wenn die Flaschen mit Wasser gefüllt sind. Hat wahrscheinlich irgendetwas mit der Art der Lichtbrechung zu tun – falls jemand eine wissenschaftlichere Erklärung parat hat – immer her damit! Was auch immer der genaue Grund ist, Wasser scheint in jedem Fall zu helfen. Grundsätzlich ist es hier auch wieder hilfreich ein bisschen rumzutesten und auszuprobieren. Außerdem sollten die Bilder wie immer im RAW Format aufgenommen werden, dann lassen sie sich im Nachhinein Änderungen wesentlich leichter vornehmen.
Aufnahmeprofil und Aufbau-Plan
Lightbox Beleuchtung
Ähnlich wie viele Fotografen die Diafilme benutzen – oder benutzt haben – besitze auch ich einen Leuchtkasten. Bei meinem Modell handelt es sich nur um einen recht kleinen Kasten, dessen beleuchtete Oberfläche etwa 10 x 8cm groß ist – als ich den Kasten vor einer halben Ewigkeit gekauft habe, war mir schon klar, dass dies die größte Transparenzfläche ist die ich benötigen würde. Da die Tage, in denen ich auf Film fotografiert habe aber schon etwas her sind, muss ich gestehen, dass mein kleiner Leuchtkasten schon ziemlich lange nicht mehr aus dem Schrank genommmen und abgestaubt wurde. Eine kurze Reinigung und vier neue AA Batterien später konnte ich die Box schon wieder nutzen – wenn auch ein wenig zweckentfremdet.
Einfache Glas-Aufnahmen
Zu diesem Bild gibt es eigentlich gar nicht viel zu sagen, da die Anordnung für die Aufnahme sehr einfach ist. Das Schnappsglas wurde in einem verdunkelten Raum direkt in die Mitte meiner kleinen Lichtbox gelegt. Die Kamera wurde – befestigt an einem Stativ – direkt über dem Glas positioniert, so dass sie senkrecht auf das Glas zeigte. Ich habe auf den Auslöser gedrückt und das Bild aufgenommen. Um ehrlich zu sein tue ich mich jetzt ein wenig schwer noch mehr hierzu zu sagen. Nein – das ist wirklich schon alles. Diese einfache Anordnung resultiert in einem einfachen Bild das ich aber trotzdem ziemlich mag – so leicht kanns gehen…
Aufnahmeprofil und Aufbau-Plan
Die Schnappsglas-Lupe
Diese Aufnahme ist vom Aufbau her ähnlich zum vorigen Bild, nur dass das Glas hier stehend auf der Light-Box platziert worden ist. Das diese Ausnahme jetzt ausschließlich Ergebnis einer veränderten Positionierung ist mag vielleicht ein bisschen langweilig erscheinen. Ein Vorteil der digitalen Fotografie liegt darin, dass es ziemlich einfach ist ein wenig herumzuprobieren und der Kreativität freien Lauf zu lassen, und – im Vergleich zu Aufnahmen mit Film – auch sehr kostengünstig. Ich habe das Schnappsglas von hier nach da geschoben, unterschiedliche Positionen getestet und der Anordnung auch zusätzliche Gegenstände zugefügt. Als ich einen Untersetzer aus Draht-Gitter gefunden habe, habe ich diesen einfach unter das Glas gesetzt und dachte mir, das könnte vielleicht ein Versuch wert sein. Und schon wieder: sehr einfach, aber die geometrischen Muster sprechen zumindest meinen Sinn für Ästhetik einfach an.
Aufnahmeprofil und Aufbau-Plan
Beleuchtung mit Taschenlampe
Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, was ich eigentlich genau bezwecken wollte als mir aufgefallen ist, dass ein paar der Gläser die sich bei mir zu Hause im Küchenschank befinden perfekt auf meine Maglite-Taschenlampe passen. Egal ob Schnaps- oder Sherryglas, alle schmiegen sich ganz gut an das Ende der Taschenlampe, was, mit ein bisschen Feingefühl und Ballanciervermögen, bedeutet, dass die Taschenlampe perfekt genutzt werden kann um die Gläser direkt von unten zu beleuchten. Wenn die Verkaufszahlen von Maglite als Ergebnis dieses Zufalls in die Höhe schnellen sollten, möchte ich eine Provision haben! Es gibt aber natürlich auch Taschenlampen anderer Hersteller und wer möchte ausschließen dass diese nicht mindestens ebensogut – oder vielleicht sogar noch besser – mit den Utensilien aus Ihrer Getränkebar zusammen passen?
Wasserflaschen
Wie ich schon weiter oben bei der Aufnahme der farbigen Glasflaschen erwähnt habe, scheint das Licht wesentlich besser zu streuen, wenn man die Flaschen mit Wasser füllt. Und das ist wirklich alles was für dieses Bild benötigt wurde: eine mit Wasser gefüllte, interessant geformte Flasche vor einem schwarzen Hintergrund in einem verdunkelten Raum. Die Flasche wurde vorsichtig auf dem Ende einer Taschenlampe balaciert. Vorsicht: je nachdem wie schwer die Flasche ist, muss man aufpassen, dass man die Taschenlampe nicht beschädigt. Und um die Taschenlampe, meine Kamera sowie die Umgebung vor einer potenziellen Überflutung zu schützen, muss man auch vorsichtig sein, nicht zufällig gegen die wackelige Lampen-Flaschen-Konstruktion zu stoßen.
Aufnahmeprofil und Aufbau-Plan
Glühende Flüssigkeiten
Als ich die Flaschen mit Wasser gefüllt habe, ich bin ins Grübeln gekommen: Wie sieht es wohl mit anderen Flüssigkeiten aus? Das Ergebnis der Überlegungen war ein langes Glas, fast voll mit leckerem Orangensaft, das nun ebenfalls vorsichtig auf der Maglite balanciert wurde. Jetzt wäre eine Überflutung noch gefährlicher und vor allem auch ziemlich klebrig. Da ich dieses leicht neonfarbene Glühen aber einfach mag, war mir das Risiko aber relativ egal – ich war dabei aber wieder extrem vorsichtig, habe mich nur langsam um das wackelige Objekt bewegt und die Aufnahme nicht aus nächster Nähe gemacht.
Aufnahmeprofil und Aufbau-Plan
Digitale Nachbearbeitung
Ich habe ein paar der Vorteile der digitalen Fotografie bereits schon kurz angespochen – vor allem die Tatsache dass man, ohne das es viel kostet, wirklich sehr viel ausprobieren kann. Aber auch die Tatsache, dass man die Aufnahmen mit entsprechender Software im Nachgang relativ leicht bearbeiten kann, zählt ganz sicher zu den entscheidenden Vorteilen. Grundsätzlich bin ich zwar kein allzu großer Freund der digitalen Nachbearbeitung, das heißt aber nicht, dass ich es gar nicht mag ab und an mal ein wenig mit meinen Aufnahmen herumzutricksen. Weil die Aufnahmen mit den Flaschen und Gläsen an sich eher minimalistischer Natur sind, wollte ich hier mal ein paar subtile Veränderungen vornehmen und einfach mal sehen was sich so ergibt.
Dann dachte ich aber, dass subtile Änderungen nur was für Feiglinge sind und hab etwas stärker aufgedreht. Jaja, die Möglichkeiten von Photoshop können solche Ansichten ganz schnell ändern…
Wie auch immer, hier sind ein paar der bereits gezeigten Aufnahmen denen ich die ein oder andere digitale Veränderung verpasst habe. Aber man möge mich bitte nicht falsch verstehen – ich bin immer noch total zufrieden mit den ursprünglichen Aufnahmen, aber was soll man denn mit dem ganzen freien Speicherplatz auf der Festplatte sonst machen?
Flaschen mit Struktur
Ich mag den Retro-Style und den leicht malerischen Eindruck dieser Aufnahme und habe mich dann auch gefragt, ob ich diesen Effekt nicht vielleicht noch etwas hervorheben kann. Photoshop Elements bietet eine große Auswahl an Filtern die man über seine Aufnahmen legen kann um die unterschiedlichsten Effekte zu erzielen (Ich habe Version 8 benutzt, aber das trifft auch auf die meisten anderen Versionen zu). Also habe ich, ohne zu wissen was ich eigentlich genau will, einfach mal ein paar verschiedene Varianten ausprobiert bis ich letztlich diejenige gefunden habe, die mir am besten gefällt.

Der Filter den ich hier verwendet habe, ist der „Körnungsfilter“, der sich bei den Strukturfiltern in Photoshop finden lässt. Nachdem ich von der Hintergrundebene eine Kopie gemacht habe (Ctrl+J), habe ich den „Körnungs-Filter“ ausgewählt und als Körnungstyp „horizontal“, wobei die Einstellungen für Intensität und Kontrast auf maximal gestellt wurden. In einem zweiten Durchgang habe ich dann die „vertikale“ Option gewählt.

Ich finde, dass der Effekt schon in die richtige Richtung geht, auch wenn ich zugeben muss, dass ich es eindeutig übertrieben habe. Ich habe mit den Einstellung zur Deckkraft der obersten Ebene (mit dem Zahlenblock auf der Tastatur) ein wenig experimentiert um das filterlose Original durchkommen zu lassen und habe dann verschiedene Füll-Optionen ausprobiert. Letztendlich habe ich eine Deckkraft der Ebenene von 100% gewählt und die Füllmethode ‘Weiches Licht’ gewählt um die vorderste Ebene mit der Hintergrundebene zu verbinden, bevor ich alles auf die Hintergrundebene reduziert und gespeichert habe.
Gefärbte Gläser
Das Problem mit wirklich einfachen Bildern ist, dass sie – aufgrund der Einfachheit – auf Dauer ein wenig langweilig werden können. Sicher, das Bild des Schnappsglases ist gut gelungen, aber vielleicht ist es auch ein wenig zu grau und unaufregend. Und obwohl ich die Konturen und die Form des Glases sehr mag, kann ich mir nicht helfen: ich finde hier fehlt einfach ein wenig Farbe.

Nachdem ich den Modus des Bildes von Grauskala auf RGB geändert (Alt+I, Alt+M, dann Alt+R), die Ebene dupliziert (Strgl+J) und dann mit Hilfe des Zauberstabwerkzeuges den grauen Hintergrund der vordersten Ebene ausgewählt habe, wurde die Auswahl umgekehrt (Strgl+Shift+I) so dass das Glas selbst ausgewählt ist. Als nächstes wurde das Farbton/Sättigung Fenster geöffnet (Strg+U), das Feld ‘Färben’ unten rechts angeklickt und dann kann die Farbton Kontrollleiste in die passende Position geschoben werden bis man die gewünschte Farbe erhält.

Nachdem ich dem Schnappsglas eine zarte rote Färbung gegeben habe, wurden die Schritte nochmal wiederholt und so auch noch eine grüne bzw. eine blaue Version geschaffen. Nachdem ich die Arbeitsfläche noch auf 300% gesteigert, die Gläser in RGB Reihenfolge ausgerichtet, alles auf die Hintergrundebene reduziert habe, wurde die Kreation gespeichert.
Neonfarbenes Glühen
Das RGB Schnappsglas hat gezeigt wie leicht es sein kann, auf der Grundlage des Originals, Kompositionen mit anderen Farben zu kreieren. Weil das glühende Glas von oben auch ohne Nachbearbeitung schon einen leicht neon-fabenen Stich hatte, wollte ich daraus ein Motiv machen, das jeder der sich gerne an die 80er Jahre zurückerinnert voller Stolz an die Wand hängen kann.

Zuerst habe ich auch hier die Hintergrundebene wieder kopiert (Strg+J) und die Arbeitsfläche dann auf 1200 % der Ursprungsbreite nach rechts ausgeweitet. Dann habe ich das Farbton/Sättigung Fenster geöffnet (Strg+U) und den Schieber auf einen Wert von +30 eingestellt. Das hat zur Folge, dass sich die Farbgebung der vordersten Ebene leicht ändert. Dann habe ich die Ebene nach rechts geschoben, so dass das neue und das Ursprungsbild dann nebeneinander betrachtet werden können. Dann wurde die vorderste Ebene wieder kopiert (nochmal Strg+J) und auch das Procedere der Farbänderung wiederholt. Dieser ganze Process wurde dann oft nachgemacht, bis ich letztlich 12, farblich unterschieldich glühende Gläser nebeneinander in einer Reihe hatte. Was dann ungefähr so aussieht:











Das finale, verlängerte Bild ist zwar nett und schön, aber nachdem ich diesen Vorgang beendet hatte stellte ich fest, dass ich es etwas druckfreundlicher wollte. Also wurdeen die Abmessungen geändert und das Layout der Gläser neu angeordet. Wie man sich jetzt wahrscheinlich schon denken kann, habe ich dann alles auf die Hintergrundebene reduziert und alles gespeichert.
Zaubertrank
Während ich das hier gerade schreibe überlege mich mir wie albern und komisch sich das vielleicht anhören mag – aber ich mag diese Flasche wirklich. Jetzt denken wahrscheinlich die meisten, dass es schon etwas komisch ist, eine besondere Beziehung zu einer Flasche zu haben und das ich mehr nach draußen gehen soll – und ich gebe den Zweiflern hier durchaus Recht – aber diese Flasche hat mir mein Bruder von einem kürzlichen Trip aus Ungarn mitgebracht. Zu der Zeit war die Flasche aber noch mit einem klebrigen, sirupartigen Likör gefüllt der ziemlich lecker war und nach kurzer Zeit auch so ein schönes, warmes Gefühl in der Magengegend verbreitet hat. Sie hat aber auch etwas geheimnisvolle was die Fantasie anregt.

Anders als bei den vorherigen nachträglichen Bearbeitungen wusste ich diesmal bereits im Voraus genau wie das Ergebnis aussehen sollte. Also habe ich zuersteinmal die Höhe der Arbeitsfläche vergrößert um über der Flasche ein wenig mehr Platz zu schaffen. Anschließend habe ich im Farbton/Sättigungs-Fenster (Strg+U) eine rote und eine blaue Version der grünen Flasche gezaubert – das Vorgehen war genau identisch mit dem was ich bereits bei den farbigen Schnappsgläsern beschrieben habe.

Von vorherigen Spielereien hatte ich noch eine Serie von Bildern mit farbigem Rauch auf meiner Festplatte, die nur darauf warteten endlich mal zum Einsatz zu kommen – jetzt war der Moment gekommen.

Ich habe den 3 Flaschen dann die farblich passende Rauchfahne zugefügt, Größe und Lage der Fahne noch ein wenig justiert damit auch alles gut zusammen passt. Dann habe ich die Füllmethode der Rauchschwaden noch negativ multipliziert, um die Kombination aus Flasche und Rauch ein wenig realistischer wirken zu lassen. Als alles fertig war jede Komposition wieder auf Hintergrundebene reduziert und gespeichert.

Letzter Schritt bei dieser Aufnahme war es dann die drei Eizelbilder zu einem einzigen Bild zusammenzufügen. Dazu habe ich die Einzelbilder der Flaschen per „Drag and Drop“ einen schwarzen, quadratischen Hintergrund zugefügt. Da die grüne Flasche die schönste Rauschwabe hat, wurde sie direkt im Vordergrund positioniert, die rote sowie die blaue habe ich leicht verkleinert und die entsprechenden Ebenen dann einfach hinter die grüne Flasche gesetzt. Zum Schluss habe ich die Füllmethode für alle 3 Flaschen negativ multipliziert, so dass sich die einzelnen Rauchfahnen miteinander vermischen. Dann…. ja richtig… wieder auf Hintergrundebene reduzieren und speichern.
“Hoch die Tassen…. äh.. Flaschen!”
Ich hoffe dieser Beitrag konnte wenigstens ein wenig zeigen, dass ein interessantes Bild nicht kompliziert sein muss. Seine Komposition benötigt oft gar nicht viel Anstrengungen und Ausstattung. Zudem kann man auch fotografisch kreativ sein ohne das Haus verlassen zu müssen.
Ich bin mir aber durchaus bewusst, dass digitale Nachbearbeitung und die Ergebnisse die man mit Photoshop erzielt, nicht jedermanns Geschmack sind. Genau deshalb habe ich es vermieden die einzelnen Photoshop-Arbeitsschritte der Bilder zu ausführlich darzustellen, aber wenn hierzu schrittweise Infos benötigt werden, lasst’s mich wissen.
Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, dass sich ein Blick mit der kreativen Brille in den Mülleimer, und stöbern in den heimischen Schränken durchaus lohnen kann – wir freuen uns schon auf die Ergebnisse!
















Hallo, tolle Idee, bin ganz begeistert, gibt es eventuell Bücher wo ich das nachlesen kann? LG, Uli
Ulrike OrthSehr schöne Beispiele was die Fotografie auch ohne Photoshop-Tricks vermag. einfach aber gut. Arbeiten mit dem Kopf nicht mit virtuellen Schiebereglern.
Tolle Ideen!
MfG
Andy NowackAndy Nowack
Hallo! Wir freuen uns, dass der Blog gefällt. Ob es Bücher speziell über dieses Thema gibt, wissen wir leider nicht. Schauen Sie jedoch gerne wieder vorbei.
janine (author)Vielen Dank für die hilfreichen Anregungen. Die nächsten veregneten Tage sind gerettet!
Dirk Bartsch