Es schneit! Es schneit! Kommt alle aus dem Haus…
Ich erinnere mich an ein Fotoshooting mit meiner Schwester in einem schönen Wald, ideale Lichtverhältnisse… und es war SAU kalt!
Nach ein bißchen Internet-Recherche bin ich über einen Artikel gestolpert, in dem über den Effekt von Kälte auf den digitalen Kamera-Sensoren (CCD’s) berichtet wird. Demnach ist Kälte sogar von großem Nutzen im Bezug auf das nervende Rauschen in Fotos. Das Rauschen verdoppelt sich bei Temperaturanstieg alle 6-8 Grad Celsius (abhängig vom CCD und Kameramodell). Den vollständigen Artikel (englisch-sprachig) kann man auf DP Review lesen.
Also man sieht, nicht nur die wunderschöne Natur gibt Grund die Kamera auch in der Kälte mit nach draußen zu nehmen. Aber was sollte man beachten?
Vor Kälte schützen
Eine kleine Kompaktkamera sollte man in der wärmeren Jackentasche aufbewahren. Eine Spiegelreflexkamera paßt wohl aufgrund der Größe kaum in die Jackentasche, aber vielleicht ist es schon ratsam, die Akkus/Batterien in die wärmere Hosentasche zu stecken. Denn diese können bei Kälte die Hälfte der Leistung verlieren. Doch Vorsicht! Wenn man die Kamera öffnet, um die Batterie bzw. Speicherkarte zu tauschen, sollte die Lufttemperatur nicht über der der Kamera liegen. Denn durch den Temperaturunterschied kann sich Kondensation im Inneren der Kamera bilden, die dann nur schlecht wieder wegzubekommen ist. Kondenswasser auf dem Äußeren des Objektives sollte auch nicht mit einem Papiertaschentuch abgewischt werden, denn hier können echte Kratzer entstehen.
Fusselfreie Reiningungstücher (z.B. B+W Photo Clear Reinigungstuch) sind da empfohlen und sollten auch sowieso in Umfang einer Kameraausrüstung nicht fehlen. Alle Reinigungsprodukte findet ihr hier!
Radikal, aber wenn man ein wichtiges Shooting im Kalten plant, sollte man vielleicht über die Anschaffung eines Unterwassergehäuses nachdenken. Die Schützen nämlich auch bei Kälte! Alle Angebote in unserem Shop findet ihr hier!
Schneegestöber
Es sieht so traumhaft aus wenn richtig dicke Flocken fallen. Aber oft ist es dann recht dunkel und die Kamera fordert einen Blitz. Der erleuchtet dann nur die Flocken in nächster Nähe und das Ergebnis sieht gar nicht mehr so traumhaft aus. Schaltet den den Blitz aus und erhöht die Belichtungszeit, um das verfügbare Licht einzufangen. Der Schnee fängt dann an weiße Streifen zu ziehen, netter Nebeneffekt! Die Nutzung eines Stativ könnte hier von großem Nutzen oder gar unentbehrlich sein.
Wie wär’s da mit einem Joby Gorillapod. Klein, handlich und gelenkig! Da wird eine Straßenlaterne oder Treppengeländer zur perfekten Stativhalterung. Weitere Stative findet man hier!
Objektivfilter
Verschiedene Objektivfilter helfen, ein Foto zu optimieren. Sie sind für jede Spiegelreflexkamera erhältlich, mit speziellen Halterungen passen sie auch auf viele Kompaktmodelle. In der Wirkungsweise unterscheiden sie sich wie folgt: Ein UV-Filter wirkt einem Blaustich entgegen, kräftigt die Farben und reduziert Dunst. Ein Skylight-Filter gibt dem Bild leicht warme Farben und ein Polarisationsfilter, kurz Pol-Filter, verstärkt die Kontraste und vertieft die Blautöne des Himmels.
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Sonnenblende
Die darf an einem schönen Wintertag auch nicht fehlen! Oft wird die Wirkung der Sonnenblende (a.k.a. Gegenlichtblende) unterschätzt. Aber mit diesem einfachen Hilfsmittel kann man schnell unkontrollierten Einfall seitlichen Lichts verhindern. Dadurch ist der Kontrast verstärkt und hilft der Kamera, exakter zu belichten.
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Warme Gedanken…
…oder zumindest warme Hände und eine mobile Taschenheizung! Fotografieren bringt nicht mehr viel Spaß, wenn auch die menschliche Motorik eingefroren ist und einem die Hände fast „abfallen“. Normale Handschuhe helfen da nicht wirklich weiter, da man das Feingefühl für die Kamera verliert.
Die feuchtigkeitsabweisenden Lowepro Fotohandschuh (Größe M-XL) haben die sog. Control Dots™ also quasi Anti-Rutsch-Handschuhe und könnten hier nützlich sein.
Taschenwärmer sind auch sehr zu empfehlen. So kann ich meine Hände wenigstens zwischendurch aufwärmen. Außerdem kann man solche Taschenwärmer zu den Ersatzakkus packen, damit die Leistung nicht eingeschränkt wird (siehe oben). Einfach mal googlen, gibt es überall.
Ansonsten sollte eine große Thermoskanne mit dem Heißgetränk der Wahl nicht fehlen!





Tolle Tipps! Das motiviert einen doch mal, öfter draußen im Winter zu fotografieren. Und die Lowepro Handschuhe kann ich nur empfehlen… Sehr schön geschrieben! (-;
Claudia