30 September 2010145 viewsKein Kommentar

Photokina 2010 – Impulse und Impressionen

Artikel von Gastautor Michael Jordan, Koblenz

Jede Photokina ist anders. Auch dieses Mal. Aber allen gemeinsam ist, dass Sie viel zu kurz sind egal,  wie viele Stunden oder Tage man dort verbringt.

Das Angebot war gigantisch und wieder hatte ich – trotz bester Planung – leichte Probleme, mich zu recht zu finden. Denn vieles war anders, als beim letzten oder vorletzten mal. Ich habe natürlich nicht ernsthaft erwartet, dass ich die Messestände dort wieder finden würde, wo sie mein innerer Hallenplan von vor zwei Jahren abgelegt hatte. Aber dass manche Hallen so ganz anders aufgebaut waren, das machte mir am ersten Tag einige Probleme. Wahrscheinlich wäre ein disziplinierter Vorbereitungs- und Orientierungstag für mich die beste Lösung.

Kameraring

Ein paar Dinge haben mich sehr beeindruckt. Der Ring mit den Kameras am adf Stand, der eine 3-D Ansicht – auch von sich bewegenden Motiven – ermöglicht war herausragend. Von allen Seiten konnte man sich dort gleichzeitig von fest installierten Kameras fotografieren lassen. Ebenso beeindruckte mich das riesige Display über dem Eingang Süd, auf der unmittelbar zuvor fotografierte Besucher, per W-Lan-Datenübertragung sofort präsentiert wurden. Das war vor kurzer Zeit in dieser Form noch nicht möglich. Beides sind keine Lösungen, die Sie oder ich in kurzer Zeit für den Eigenbedarf anschaffen werden.

GlobusIm Vorbeigehen habe ich viele Bilder gesehen und die Bilder haben mich begeistert. Ein zusätzlicher Bilderschau-Tag ist mein Wunsch für meinen nächsten Photokinabesuch. Es ist unglaublich auf welch breiter Front viele ausgezeichnete Bilder entstehen. Meine Photokina war geprägt von Gesprächen mit Kollegen, die ich lange nicht gesehen habe und von dem Versuch mit diesen Kollegen ein Treffen vor Ort zu vereinbaren, ohne endlos alle Hallen durchlaufen zu müssen. Ein schöner Treffpunkt war immer wieder der Riesenfotoglobus im Durchgang zwischen Halle 4 und 5. 

Das Digitale Zonensystem war der Titel eines Vortrages, den ich mir angehört habe. Der Referent stellte die Bedeutung der richtigen Belichtung in Abhängigkeit vom genutzten Fine-Art-Papier in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Ein für mich spannender und neuer Ansatz, den ich weiter verfolge und auch selber austesten werde. Das beste Argument, sich mit dieser zunächst umständlich wirkenden unkonventionellen Idee sich damit zu beschäftigen, waren seine Fine-Art-Prints. Die Bilder, die er im Anschluss zeigte, waren ein Augenschmaus. Brillante Bilder. Tolle Tonwerte. Ausgezeichnete Schärfe. Mehr geht nicht. 

Kamerataschen und Koffer habe ich mir sehr gründlich angesehen und im Geiste meine Ausrüstung darin verstaut. Einige schöne Modelle habe ich gesehen und sicher werde ich mir demnächst einen robusten Trolley bestellen. Nach wie vor bin ich auf der Suche nach der kleinen Tasche, die bei geringen Außenmaßen viel Stauraum hat und auch vollgepackt praktisch nichts wiegt.  [Anmerkung von WEX: Weiteres zu diesem Thema auch in unserem Blog-Beitrag: Taschenspaß für alle! ]

NikonDie neue Nikon D7000 fand ich vom Konzept und vom Preis-Leistungsverhältnis sehr überzeugend – nach den technischen Daten und auch den fünf Minuten, in denen ich die Kamera in der Hand gehalten habe. Dazu kam eine außergewöhnlich gute Beratung am Stand. „Haben Sie Fragen zu der Kamera?“ fragte mich der Mitarbeiter unaufgefordert obwohl am Stand sehr viel Andrang war. Für mich war das eines der vielen, positiven Messeerlebnisse.

Und was war Ihr schönstes Messeerlebnis?

Über den Autor:

M-Jordan-200px

www.jordanfotograf.de

Michael Jordan, Jahrgang 1962, fotografiert seit seinem 15. Lebensjahr. Geprägt wurde er durch die Begegnung mit dem Fotografen und Benediktinermönch Oswald Kettenberger, von dem er noch während seiner Schulzeit Wesentliches über Fotografie erlernte. Nach dem Abitur entschied er sich für eine klassische Fotografenausbildung. 1997 legte er die Meisterprüfung ab.

Er ist Obermeister der Fotografeninnung Mittelrhein. Seine fotografische Leidenschaft ist die Life-Fotografie, in deren Mittelpunkt der Mensch steht.

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