21 February 20111,783 views8 Kommentare

Zubehör-Guide für Digitale Spiegelreflexkameras

Ben Weeks

Wenn man sich eine digitale Spiegelreflexkamera gekauft hat, oder plant sich eine Kamera anzuschaffen, hat man vielleicht bereits festgestellt, dass die Kamera an sich nur ein – wenn auch sicherlich der bedeutendste – Bestandteil ist, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Auch wenn man zur Sorte der sog. “Draufhalten-und-Abdrücken” Fotografen gehört, gibt es neben der Kamera durchaus Zubehörteile über die man nachdenken sollte. Dabei sind viele Accessoirs sicherlich der Kategorie „Nice-to-Have“ zuzuschreiben, und tragen nicht direkt zur Qualitätsverbesserung der Aufnahmen bei. Es gibt jedoch Zubehörteile die so bedeutend sind, dass ohne sie auch eine Kamera eigentlich überflüssig ist.

In diesem Leitfaden werde ich beide Gruppen von Asssecoirs ansprechen: die absolut unverzichtbaren und solche, bei denen es schön wäre sie zu haben, die man aber vielleicht eher auf eine Wunschliste für die Zukunft setzten kann.

Grundausstattung

 

 

Es ist offensichtlich, dass eine Spiegelreflex ohne Objektiv nicht funktionieren wird und somit eigentlich auch ziemlich sinnfrei ist. Wenn man sich also die “Nur Gehäuse” Version der neuen Kamera zugelegt hat, wird diese ohne Objektiv geliefert. Falls man nicht bereits ein passendes Objektiv für die neue Kamera zu Hause hat, wird sie so lange nicht nutzbar sein, bis man sich ein passendes Glass besorgt hat. Auch wenn man bereits einige (ältere) Objektive besitzt, ist es immer lohnenswert, im Voraus zu prüfen ob diese auch mit der neueren Kamera kompatibel sind. Dies ist nämlich nicht immer der Fall. Wenn die Objektive allerdings kompatibel sind, sollte man vielleicht trotzdem über die Anschaffung eines neuen Objektives, das in Kombination mit der neuen Spiegelreflexkamera die besten Ergebnisse erzielt, nachdenken.

Die meisten SLRs sind in Kits bzw. Sets erhältlich, die neben der Kamera auch bereits ein Objektiv erhalten (darüber hinaus sind ebenso Kits mit zwei Objektiven erhältlich). Sollte dies die erste digitale Spiegelreflexkamera sein, dann ist die Anschaffung eines solchen Kits wohl am sinnvollsten. In der Regel sind die Objektive die zusammen mit den Kameras als Kit ausgeliefert werden Standard-Objektive, die für den alltäglichen Gebrauch bestens geeignet sind. Bei der Verwendung für speziellere Zwecke stoßen sie jedoch recht schnell an ihre Grenzen. Aus diesem Grund sollten vor allem Fotografen mit Schwerpunkten wie Sport-, Tierwelt-, Close-Up- und Landschaftsfotografie intensiv über die Anschaffung zusätzlicher und speziellerer Objektive nachdenken. Je nach Anwendungsbereich sind Tele-, Makro- und/oder Weitwinkelobjektive die perfekte Ergänzung zu den standardmäßigen Kit-Objektiven. Da die Bilder einer digitalen SLR immer nur so gut sein können wie die angeschlossenen Objektive, sollte die Wahl der Objektive für die besten Ergebnisse gemäß des eigenen Budgets und Anspruches nicht hastig gefällt werden.

 

 

Obwohl es einmal so war, dass digitale Kompaktkameras inklusive Speicherkarte ausgeliefert wurden, muss festgehalten werden, dass dies für digitale SLRs nie so war und auch aktuell nicht der Fall ist. In diese Falle ist schon so mancher getappt. Man stelle sich vor: Die nagelneue digitale Spiegelreflexkamera (natürlich zusammen mit einem passenden Objektiv) wird geliefert, man packt die Kamera voller Vorfreude aus und stellt fest, dass man noch keine Bilder aufnehmen kann, weil man keine passende Speicherkarte zur Kamera bestellt hat – das wäre doch wirklich schade!

Welche Speicherkarte die passende ist, hängt zum einen natürlich von der Kamera ab, zum anderen aber auch davon, wofür man die Kamera verwendet. Verschiedene Kameramodelle verwenden Speicherkarten mit unterschiedlichen Formaten. Aus diesem Grund sollte man absolut sicher sein, welches Format in die Kamera passt. Die meisten Kameras verwenden entweder Secure Digital Karten (SD-Karten bzw. SDHC-Karten für Karten mit einer Kapazität von mehr als 2GB) oder Compact Flash (CF) Karten. Da diese beiden Varianten schon von Ihrer Bauweise her völlig unterschiedlich sind, können sie nicht mit der gleichen Kamera verwendet werden.

In der Regel hat man sicherlich einige Speicherkarten zu Hause die bereits zusammen mit anderen Kameras verwendet wurden, und wenn man Glück hat, haben diese sogar das passende Format für die neue digitale Spiegelreflexkamera. Trotzdem: Die Uhren der digitalen Welt drehen sich unglaublich schnell und die Auflösung von Kameras ist in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. Als Resultat sind die Bilddateien die eine neue Kamera produziert auch deutlich größer als bei älteren Modellen, insbesondere wenn das Vorgängermodell eine Kompaktkamera ist. Größere Bilddateien nehmen demzufolge auch mehr Platz auf der Speicherkarte in Anspruch, was heißt, dass man weniger Bilder speichern kann. Aus diesem Grund ist auch die Anschaffung einer neuen, leistungsfähigen Speicherkarte mit hoher Speicherkapazität sinnvoll, um sicherzustellen dass einem nicht der Platz ausgeht.

Die folgende Tabelle ist eine grobe Orientierung wie viele Bilder man – in Abhängigkeit von der Auflösung einer Kamera – auf einer Speicherkarte speichern kann.

 

Kamera Dateigröße* 2GB 4GB 8GB 16 GB
5 MP 1.5 MB 1200 2500 5100 10300
6 MP 1.7 MB 1100 2200 4400 8900
8 MP 2.3 MB 800 1650 3200 6650
10 MP 2.9 MB 650 1300 2600 5200
12 MP 3.4 MB 500 1000 2100 4300
16 MP 4.7 MB 350 700 1400 2900
VIDEO 5 Mbps (EP) 45 90 180 360

 

* durchschnittliche Größe bei hoher Auflösung im JPEG-Format

Ein weiteres, wichtiges Merkmal das es zu berücksichtigen gilt ist die „Geschwindigkeit“ der Karte. Wenn man ein Bild aufnimmt, wird das Foto sofort im Zwischenspeicher (sog. Buffer) der Kamera gesichert. Sobald es dort gespeichert wurde, wird es vom Zwischenspeicher der Kamera auf die Speicherkarte übertragen. Der Zwischenspeicher kann dabei lediglich eine bestimmte Informationsmenge sichern – dies ist von Kamera zu Kamera unterschiedlich. Wenn die Kapazität des Zwischenspeichers ausgelastet ist, können keine weitere Bilder aufgenommen werden, bis die entsprechenden Daten auf die Speicherkarte übertragen wurden. Die „Geschwindigkeit“ der Speicherkarte bestimmt dabei, wie schnell Daten vom Zwischenspeicher auf die Karte übertragen werden können.

Der “Speicher-Eimer”

Wenn man sich den Zwischenspeicher einer Kamera als Eimer vorstellt, dann sind die Bilder die dort gesichert werden quasi wie das Wasser. Wenn der Eimer einmal voll ist, dann muss er geleert werden bevor man neues Wasser dazuschütten kann. Stelle man sich nun vor, dass der Eimer ein Loch im Boden hat, durch das das Wasser stetig abfließen kann. Wenn der Eimer nur ein recht kleines Loch hat, braucht es einige Zeit bis das Wasser abgelaufen ist – man muss also recht lange warten bis neues Wasser hinzugeschüttet werden kann. Dies ist mit einer langsamen Speicherkarte zu vergleichen, bei der die Daten nur recht langsam vom Zwischenspeicher übertragen werden. Die Funktionsweise einer schnelleren Karte kann man sich so vorstellen, als ob der oben genannte Eimer statt einem nun mehrere Löcher hat – das Wasser fließt schneller ab und man kann schneller neues Wasser nachschütten.

Bei einer langsamen Speicherkarte ist der Zwischenspeicher schneller gefüllt, weil die Daten langsamer an die Karte übertragen werden.

Bei einer schnelleren Speicherkarte braucht es länger den Zwischenspeicher komplett zu füllen, weil die Daten schneller an die Karte übertragen werden.

Wie oben bereits erwähnt wurde, sind die Dateien der neusten digitalen Spiegelreflexkameras meist größer als die älterer Modelle und definitiv größer als die von Kompaktkameras. Es ist also sicherlich ein Vorteil eine Speicherkarte zu haben, die die entsprechenden Informationen möglichst schnell aufnehmen kann. Diese entsprechend hohen Bildraten sind bespielsweise besonders wichtig bei Tier- oder Sportaufnahmen. So kann beispielsweise die Sony Alpha 55 bis zu 10 Bilder pro Sekunde festhalten, es dauert also nicht lange bis der Zwischenspeicher der Kamera voll ist. Eine schnelle Speicherkarte trägt hier dazu bei, dass die Bilder schneller übertragen werden, was es erlaubt die schnelle Serienbildfunktion über einen längeren Zeitraum zu benutzen bevor der Zwischenspeicher gefüllt ist.

Die Geschwindigkeit der Speicherkarten wird entweder durch die Geschwindigkeitsklasse angegeben (hauptsächlich bei SD Karten) oder durch die „x“ Geschwindigkeitsklasse (hauptsächlich bei CF-Karten). Je Höher die Klasse, desto schneller arbeitet die Karte. Dies ist insbesondere für die Aufnahme von Videos von Bedeutung: Hier wird mindestens die Geschwindigkeitsklasse 4 (bzw. mindestens Klasse 6 bei HD Video-Aufnahmen) empfohlen.

 

Klasse Minimale Leistung
Klasse 0 keine Angaben
Klasse 2 2 MB/s
Klasse 4 4 MB/s
Klasse 6 6 MB/s
Klasse 10 10 MB/s

 

Bezüglich der ‘x’ Geschwindigkeitsklassen ist ein x gleichbedeutend mit einer Schreibgeschwindigkeit von 150KB pro Sekunde. Auf dieser Grundlage wird die Karte in die verschiedenen Klassen eingestuft.

 

Geschwindigkeits-klasse Schreibgeschwindigkeit
13x 2 MB/s
26x 4 MB/s
32x 5 MB/s
40x 6 MB/s
66x 10 MB/s
100x 15 MB/s
133x 20 MB/s
150x 26 MB/s
200x 30 MB/s
266x 40 MB/s
300x 45 MB/s
400x 60 MB/s
600x 90 MB/s

 

Welche Geschwindigkeit man benötigt, wird also zum einen von der Kamera bestimmt, zum anderen anderen aber auch von der Art der Aufnahmen die man damit machen möchte. Die passende Größe der Karte wird hingegen maßgeblich von der Anzahl der Bilder, die man während eines einzelnen Einsatzes produziert, bestimmt.

 

 

Es gibt digitale Spiegelreflexkameras die ungefähr so viel kosten wie ein Kleinwagen. Aber auch wenn man für die neue Kamera nicht ganz so viel investiert hat, wird man sicherlich gut drauf aufpassen wollen. Die potenziellen Gefahren für eine Kamera sind scheinbar unendlich: Während der Wintermonate bilden vor allem Feuchtigkeit, Kälte und Kondensation ein ernstzunehmendes “Gesundheitsrisiko”, während im Sommer eher Staub, Pollen und Hitze einer Kamera gleichermaßen zusetzten können. Dazu kommen natürlich, wenn man die Kamera unterwegs benutzt, noch die ständigen potenziellen Gefahren, wo sie fallen, verkratzen, gestoßen und anderweitig beschädigt werden kann.

Eine vernünftige Kameratasche bietet nicht nur alltäglichen Schutz vor Stößen, sondern zudem auch eine äußerst angenehme Transportmöglichkeit. Es gibt eine fast unüberschaubare Auswahl an Taschen. Solche, die gerade genug Platz für eine Kamera samt Objektiv bei kleinstem Umfang haben, aber auch solche die neben der Kamera für eine ganze Reihe weiterer Objektive, ein Stativ, Wechselkleidung, Verpflegung sowie fast alles was man sonst noch mitnehmen möchte, Platz haben. Es gibt Schultertaschen, Rücksäcke, Hüftgürtel, Hartschalenkoffer und unterschiedlichste weitere Modelle – welches Modell in Frage kommt ergibt sich daraus, wozu man es benutzen möchte. Ein Rollkoffer mit ausziehbarem Handgriff ist ideal um mehrere Kameras und eine Auswahl an Objektiven sowie Zubehör beispeilsweise bei Flugreisen zu transportieren. Ein solcher Koffer eignet sich hingegen eher weniger für den Transport einer einzelnen Kamera im Gelände.

Für weitere Infos über die große Auswahl an Fototaschen und wie man für sich selbst die richtige Tasche wählt, kann man im unserem Artikel “Taschenspaß für alle!” lesen.

 

 

Ja – eine neue SLR wird zusammen mit einem Akku ausgeliefert und Ja – dieser ist wiederaufladbar. Deshalb mag man vielleicht denken, dass der Kauf eines weiteren Zusatz- bzw. Ersatzakkus unnötig sei. Aber bevor man den Kauf eines weiteren Akkus als reine Geldverschwendung abtut, sollte man einmal über die vielen Vorteile nachdenken, die ein Ersatzakku bietet.

Man wäre ein äußerst disziplinierter Fotograf, wenn man nach jedem Einsatz daran denken würde, den Akku wieder aufzuladen. Wenn man es auch nur einmal vergisst, heißt dies, dass beim nächsten Kameraeinsatz der Akku nur eingeschränkt oder aber gar nicht zur Verfügung steht. Einen stets vollgeladenen Ersatz zu haben sichert den Spaß am Fotografieren.

Es ist auch nicht auszuschließen, dass während eines ganztätigen, intensiven Fotoshootings die gesamte Akkuladung aufgebraucht wird. Wenn genau das unterwegs passiert und man keinen Ersatzakku parat hat, kann man erstmal keine weiteren Bilder aufnehmen. Obwohl die Laufzeit moderner, digitaler Kameraakkus recht lange ist, können kaltes Wetter, ausgedehnte Nutzung des LCD Bildschirms und regelmäßiges Auslösen des integrierten Blitzes die Akkulaufzeit beträchtlich reduzieren. Bei sehr kalter Umgebung/Witterung kann es auch passieren, dass ein Akku seinen Dienst einstellt, auch wenn er eigentlich noch nicht leer ist. Wenn man nun einen Ersatzakku griffbereit hat, können Sie den „unterkühlten“ einfach austauschen und während dieser langsam wieder aufwärmt, mit dem Ersatzakku fortfahren.

Letztlich – auch wenn dies recht unwahrscheinlich ist – kann ein Akku auch komplett ausfallen. Jeder Akku hat eine begrenzte Lebensdauer und wenn man immer wieder den gleichen Akku verwendt, auf- und entlädt, kann es passieren, dass dieser irgendwann den Geist aufgibt. Nach Murphys Gesetz passiert dies natürlich immer in den ungünstigsten Momenten – was die Katastrophe bzw. die Frustration zusätzlich erhöht. Für diese Momente ist ein Ersatz-bzw. Zusatzakku die beste und einfachste Absicherung.

Es gibt also eine Reihe guter Gründe, zumindest in einen Ersatzakku zu investieren – am besten bevor man die Anschaffung von Batteriehandgriffen (siehe weiter unten) in Erwägung zieht.

 

 

Eine Frage: Warum benötigt man eine Gegenlichtblende? Wenn Ihre Antwort auf diese Frage ist: „Um das Objektiv vor direkt einfallendem Licht, das auf einem Bild Lichtreflexe und Verzerrungen verursachen kann, abzuschatten“ dann haben Sie Recht – zumindest teilweise. Natürlich ist das Abschatten die primäre Aufgabe einer Gegenlichtblende (weshalb sie manchmal auch als „Objektiv-Schatten“ bezeichnet wird). Blenden bieten jedoch auch erheblichen Schutz für die Front-Partie eines Objektivs – z.B. gegen Stöße. So wie die Blende das Einfallen von Licht verhindert, mindert sie ebenso das Eindringen von Staub und Luftfeuchtigkeit und das Wichtigste: Sie wirkt wie ein Stoßfänger und schützt das Objektiv vor physischen Beschädigungen.

Wenn man eine Kamera um den Hals trägt und gleichzeitig ein Hindernis passieren muss – beispielsweise einen Zaun, ein Tor, eine Tür oder auch Personen – kann es sein, dass die Kamera plötzlich mit überhöhter, und dann auch ungesunder Geschwindigkeit, in die besagten Hindernisse schwingt. Und zwar meistens mit dem vorderen Teil des Objektivs voran, welches dann den Stoß absorbieren muss. Eine Gegenlichtblende wirkt nicht nur als physische Schutzabdeckung die verhindert, dass das Glas des Objektivs in unliebsamen Kontakt mit dem Hindernis kommt, sondern wenn nun tatsächlich ein Teil zu Bruch gehen sollte, wird dies die Gegenlichtblende und eben nicht ein weitaus bedeutenderes Teil des Objektivs sein.

 

 

Es ist leider eine Tatsache, dass die Kamera während der Nutzung verschmutzt. Je intensiver man sie nutzt, desto größer wird die Verschmutzung sein. Auch wenn man die Kamera nicht mit ins Gelände nimmt, werden sich Staub, Feuchtigkeit und Fettrückstände von Fingern und Gesicht auf der Kamera, dem Objektiv, dem LCD Bildschirm oder dem Okular niederlassen. Deshalb ist ein Reinigungs-Set, das standardmäßig eine weiche Bürste, ein fusselfreies Reinigungstuch und ein Luftpuster enthalten sollte, sicherlich eine sinnvolle und zugleich recht günstige Kaufentscheidung für jeden Besitzer einer digitalen Spiegelreflexkamera.

Wir wissen auch alle, dass sich auf dem Sensor einer Kamera über die Zeit ebenfalls Staub und Abdrücke festsetzen können. Auch wenn hierfür spezielle Reinigungs-Sets erhältlich sind, traut sich wohl nicht jeder Nutzer zu, den empfindlichen Sensor seiner Kamera selbst zu reinigen, sondern lässt dies lieber von einem Profi erledigen. Auch weil einige Hersteller grundsätzlich von einer eigenhändig durchgeführten Reinigung des Sensors abraten. Wie auch immer, eine oberflächliche Reinigung der Kamera und der Objektive ist nicht nur einfach durchzuführen sondern es sollte auch in regelmäßigen Abständen gemacht werden. Schlieren am vorderen Teil des Objektivs können andernfalls großartige Aufnahmen verderben und wenn man jemandem eine Aufnahme auf dem LCD zeigt, ist es ganz schön peinlich wenn der Gegenüber dann erstmal den Nasen-Abdruck abwischt.

Empfehlungen

 

 

Je nachdem wen man fragt wird man zu hören bekommen, dass ein Filter auf jeden Fall zur Kamera-Ausrüstung gehören sollte. Insbesondere werden klare Glasfilter, UV oder Schutzfilter als zusätzlichen Schutz für Ihr Objektiv empfohlen. Auf dem vorderen Teil eines Objektivs aufgeschraubt nehmen diese Filter nur minimalen Einfluss auf die Aufnahmen, schützen die empfindliche Frontpartie des Objektivs aber effektiv vor Kratzern. Es gibt aber auch Fachleute, die sagen, dass sich ein zusätzliches Glas vor dem Objektiv nachteilig auf die Qualität der Bilder auswirken wird. Außerdem haben die Profi-Objektive ohnehin ein austauschbares Glaselement, so dass ein weiteres Glas – dieser Meinung folgend – überflüssig sei.

Sicher handelt es sich hierbei um persönliche Preferenzen, aber hinsichtlich der erwünschten Schutzfunktion für das Objektiv ziehe ich Gegenlichtblenden Filtern vor (siehe oben). Filter verwende ich nur dann, wenn ich meinen Aufnahmen einen speziellen Effekt hinzufügen oder diese kreativ verändern möchte. Bei den heutigen Möglichkeiten der digitalen Nachbearbeitung bzw. „Manipulation“ sind eine ganze Reihe kreativ zu verwendender Filter bereits überflüssig geworden, weil der entsprechende Effekt auch bei der Nachbearbeitung mit Hilfe spezieller Software erzielt werden kann. Trotzdem: Es gibt bestimmt Effekte bei denen man besser gleich bei der Aufnahme einen entsprechenden Filter verwendt statt im Nachhinhein Photoshop zu nutzen. Zirkulare Polfilter erhöhen die Farbsättigung der Aufnahmen und reduzieren gleichzeitig Blendungen und Reflektionen – und sind nur mit sehr viel Aufwand im Nachhinein zu reproduzieren. Deshalb sind zirkulare Polfilter eine wirklich sinnvolle Ergänzung zu jeder Ausrüstung. Landschaftsfotografen sind im Allgemeinen die großen Verfechter der Polfilter, weil sie insbesondere bei Aufnahmen vom Himmel die Farbintensität verbessern und unerwünschte Reflektionen von Wasseroberflächen und sonstigen, glänzenden Oberflächen eliminieren. Wenn der Filter an einem Objektiv montiert ist, kann er zur Veränderung und zur Kontrolle des Polarisations-Effektes frei rotiert werden.

Lineare vs Zirkulare Polarisationsfilter

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Polfiltern: Lineare (manchmal als PL bezeichnet) und Zirkulare (PL-CIR). Sie haben beide die gleiche Funktion und, was verwirrend ist – beide können eine zirkulare/runde Form haben.

Der Unterschied zwischen diesen beiden Varianten liegt darin, wie der Polarisations-Effekt zu stande kommt. Alles was Sie hierzu wissen sollten: Wenn man eine digitale Spiegelreflexkamera mit Autofokus und internem, klappbaren Spiegel verwendet, benötigt man einen zirkularen Polfilter um sicherzustellen, dass der Autofokus weiterhin korrekt arbeitet. Ein linarer Polfilter kann den Sensor des Autofokus’ stören und eignet sich daher nur für Kameras mit manuellem Fokus, oder Kameras ganz ohne internen Spiegel wie kompakte Systemkameras oder die neuesten spiegellosen Kameras mit Wechselobjektiven.

Ein weiterer Favorit eines jeden Landschaftsfotografen ist der Verlaufsfilter. Diese Filter geben dem Bild einen graduellen Verdunklungseffekt – mit einer Tönung an einer Seite des Bildes, während die andere Seite unverändert bleibt. Die Wirkung dieses Tönungseffektes und die Art, wie der graduelle Effekt in Erscheinung tritt ist von Filter zu Filter jedoch unterschiedlich. Die Verlaufsfilter (ND) werden von Fotografen verwendet, um eine Balance zwischen einem grauen Vordergrund vor einem vergleichsweise hellen Hintergrund herzustellen. Um einen maximalen Effekt zu erzielen können Verlaufsfilter auch mit Polfiltern kombiniert werden.

Weil man den Verlaufsfilter für ein perfektes Bild in die exakte Position bringen muss, nutzt man den Verlaufsfilter am besten in quadratischer oder rechteckiger Form – wie ihn beispielsweise die Filtersysteme von Lee oder Cokin anbieten. Diese erlauben es, den Filter im entsprechenden Filterhalter vertikal auszurichten bis die exakte Position erreicht ist.

Ebenso wie die Verlaufsfilter können auch Neutraldichtefilter sehr nützlich eingesetzt werden. Diese sind ebenfalls in einer Vielzahl von unterschiedlichen Stärken erhältlich und verhalten sich wie eine Art Sonnenbrille für Ihr Objektiv. Sie reduzieren die Helligkeit einer Aufnahme ohne gleichzeitig die Farbgebung zu beeinflussen (deshalb „neutral“). Es gibt Gelegenheiten bei denen es sich anbietet mit einer größeren Blende zu arbeiten um die Schärfentiefe zu reduzieren. Gleichzeitig bedeuted dies jedoch, dass das Bild überbelichtet werden kann – auch bei der Auswahl der kürzesten Belichtungszeit und den geringsten ISO-Werten. Dies lässt sich beispielsweise häufig bei Outdoor-Protraitaufnahmen an recht sonnigen Tagen und Locations beobachten. Ein neutraler Dichtefilter erlaubt es mit einer größeren Blende zu arbeiten, da die Helligkeit reduziert wird.

Da ND-Filter, wie bereits beschrieben, die Lichtmenge die in das Objektiv einfällt reduzieren, werden sie häufig bei der Arbeit mit langen Belichtungszeiten verwendet. Das heißt, dass hier mit Belichtungszeiten von einigen Sekunden, statt der sonst üblichen Sekundenbruchteile, gearbeitet werden kann um Effekte wie beispielsweise Bewegungsunschärfe zu erzielen. Obwohl sich mit diesen Filtern eine ganze Reihe kreativer Effekte erzielen lassen, werden sie meistens verwendet um den Bewegungsunschärfe-Effekt – vor allem bei Wasseraufnahmen – zu erzielen. Dieser gibt Wasserfällen oder Wellen eine ganz besondere, milchige Struktur und kann nur mit Hilfe langer Belichtungszeiten realisiert werden, wofür am besten recht dunkle, neutrale Dichtefilter benutzt werden.

Es gibt eine ganze Menge weiterer, unterschiedlicher Filter. Dazu zählen beispielsweise Farb- und Diffusorfilter sowie verschiedenste Filter für eine Bandbreite unüblicher und bizarrer Effekte. Skylight-, UV-, Schutz-, zirkulare Pol- sowie graduelle und neutrale Dichtefilter zählen jedoch zu den nützlichsten Filtern, die man vielleicht auch seiner Ausrüstungen beifügen möchte.

Weitere, detaillierte Einblicke zur Verwendung von Filtern und wie man sie richtig nutzt, kann man in unserem Blog Archiv unter Was Sie schon immer über Filter wissen wollten nachlesen.

 

 

Viele Fotografen kommen auch ohne Stativ bestens zurecht. Insbesondere wenn hauptsächlich bewegte Motive festgehalten werden, wofür in der Regel nur recht kurze Belichtungszeiten nötig sind. Hier ist ein Stativ auch nicht unbedingt notwenig. Trotzdem nutzen viele Wildlife- und Sportfotografen Stative um ihre großen/schweren Objektive ständig schussbereit halten zu können. Wenn man sich schwerpunktmäßig mit Landschaftsfotografie beschäftigt oder beschäftigen möchte, ist ein hochwertiges Stativ aber fast genau so bedeutend wie die Kamera oder das richtige Objektiv.

Stative werden in den unterschiedlichsten Formen und Größen angeboten und es ist durchaus möglich ein leichtes Stativ samt Kopf für kleines Geld zu bekommen. Die einzige Aufgabe eines Stativs ist es, eine Kamera absolut still zu halten um somit verwackelte Bilder zu vermeiden. So einfach diese Funktion eines Stativs auch klingen mag, gibt es hier große Unterschiede: manche Stative können dies einfach besser als andere. Verwirrenderweise ist es so, dass Stative – je teurer sie sind – standardmäßig eher nicht mit einem passenden Kopf ausgeliefert werden. Im Grunde besteht ein Stativ lediglich aus drei Beinen sowie einer Halterung mit Schraubgewinde – erst der Kopf erlaubt es die Kamera in die verschiedensten Richtungen zu bewegen und für das Motiv genau so auszurichten wie es gewünscht ist. Der Vorteil eines separaten Kaufs von Stativ und Stativkopf liegt darin, dass man exakt den richtigen (Kugel-)Kopf, 3-Wege oder Panoramaschwenkkopf für die eigenen Bedürfnisse auswählen kann. Während alle Stative an sich einen ähnlichen Job erledigen, gibt es bei den entsprechenden Stativköpfen enorme funktionale Unterschiede.

 

 

Der Batteriegriff wird am Boden der Kamera angebracht und bietet neben zusätzlicher Akkulaufzeit ebenso zusätzliche Steuermöglichkeiten. Wenn für Ihre Kamera ein Batteriegriff verfügbar ist – dies ist nicht bei allen Kameramodellen der Fall – ist dies eine weitere vorteilhafte Ergänzung für die Fotoausrüstung.

Wie der Name schon vermuten lässt, bieten Batteriegriffe einige Vorteile hinsichtlich der Energieversorgung der Kamera. Die meisten Batteriegriffe erlauben es, 2 der standardmäßigen Kamera-Akkus gleichzeitig zu benutzen, was natürlich bedeuted, dass man länger mit der Kamera arbeiten kann bevor ein Akku-Wechsel notwendig ist. Viele Batteriegriffe sind zudem mit einem Einschub versehen, der es erlaubt normale AA-Batterien an Stelle des kamera-spezifischen Lithium Akkus zu benutzen. Dies ist insbesondere ein Vorteil wenn man unterwegs fotografiert: Sollte ein Akku nicht funktionieren oder leer sein und man keinen weiteren Akku dabei haben, lassen sich standardmäßige AA Batterien nutzen bzw. wesentlich leichter auftreiben als ein passender Ersatzakku der Kamera.

Batteriegriffe werden hier und da auch als „vertikaler Kameragriff“ bezeichnet, denn sie bieten in der Tat auch zusätzliche Steuerfunktionen. Genauer: Die meisten Handgriffe bieten eine Auslösetaste, einen drehbaren Regler sowie weitere Tasten, die die Funktionen bei der Benutzung der Kamera in der vertikalen „Portrait-Position“ leichter zugänglich machen.

Zudem sehen sich Männer – Frauen natürlich auch – der Tendenz gegenüber, dass digitale SLRs immer kleiner werden. Falls ihre Hände auch zu denen gehören, die etwas größer sind als der Durchschnitt, dann finden Sie die neusten Modelle vielleicht auch etwas unhandlich, insbesondere in Sachen Bedienung. Ein Batteriegriff macht die Kamera umfangreicher und trägt somit dazu bei, kleinere Kameras handlicher und komfortabler zu machen, insbesondere auch dann, wenn große, schwere Objektive verwendet werden.

 

 

Interessanterweise sind die teuersten digitalen Spiegelreflexkameras nicht mit einem eingebauten Blitzgerät ausgestattet. Aber auch wenn man ein Modell sein eigen nennt, das über einen eingebauten, aufklappbaren Blitz verfügt, sollte man vielleicht trotzdem darüber nachdenken sich ein zusätzliches Blitzgerät anzuschaffen.

Der wesentliche Vorteil dieser externen Blitzgeräte liegt vor allem im Bereich der zur Verfügung stehenden Leistung. Die Leitzahl (eine Maßzahl zur Bestimmung der Belichtungsstärke des Blitzes) liegt bei einer digitalen Spiegelreflexkamera für ein eingebautes, aufklappbares Blitzgerät mit 15 Meter Entfernung bei ISO 100. Dagegen hat selbst Canons kleinstes Blitzschuh-Blitzgerät, der 270EX, fast die doppelte Leistung von ISO 100 bei 27 Meter Entfernung . Um bei Canon als Beispiel zu bleiben: der 430EX II, das nächst leistungsstärkere Modell, hat eine Leitzahl von 43 Metern und die Variante mit der größten Power, der 580EX II hat eine Leitzahl von – wer hätte es gedacht – 58 Metern. Damit ist er 4,5 mal so leistungsstark wie das erwähnte, eingebaute Blitzgerät.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass sich die Lichtabgabe in größerer Distanz zum Objektiv befindet. Im Allgemeinen ist es so, dass je kürzer die Entfernung zwischen Blitz und Objektiv ist, die Wahrscheinlichkeit des ungeliebten „Rote-Augen-Effekts“ größer ist. Dieser sorgt dafür, dass auch selbst engelsgleiche Kinder wie kleine Teufel aussehen können.

Wenn die Lichtquelle, also das Blitzgerät, weiter vom Objektiv entfernt ist – und seien es auch nur ein paar Zentimeter wie bei den meisten Blitzgeräten für den Blitzschuh – hilft dies bereits enorm um den „Rote-Augen-Effekt“ zu reduzieren. Wenn man das Blitzgerät noch weiter von der Kamera entfernt, kann der Effekt auch komplett vermieden werden. Blitzgeräte können auch mit Hilfe entsprechender Kabel verwendet werden und müssen nicht direkt mit der Kamera verbunden sein. Diese Kabel sind in der Regel in Längen von 30 bis 90 Zentimetern erhältlich und werden mit einem Ende an der Kamera und dem anderen Ende am Blitzgerät befestigt und erlauben somit eine problemfreie Kommunikation zwischen Kamera und Blitz. Darüber hinaus sind die neuesten digitalen Spiegelreflexkameras und Blitzgeräte bereits einen Schritt weiter und erlauben auch eine völlig drahtkose Kommunikation untereinander.

Diese praktische Funktion ist davon abhängig, ob die Kamera über eine entsprechende kabellose Blitzkontrolle verfügt und ob der verwendete Blitz eine entsprechende Kommunikation unterstützt. Die Trennung von Blitzgerät und Kamera erlaubt eine große kreative Freiheit bei der Motivbeleuchtung. Aber auch falls die verwendete Kamera nicht über eine entsprechende kabellose Blitzkontrolle verfügt, kann entweder ein externes Modul am Blitzschuh der Kamera angebracht, oder ein Blitzgerät mit entsprechendem Befehlsmodus (Funk-Sender) sowie eingebautem Empfänger verwendet werden. Auf diese Weise ist es auch möglich einen Blitz zu verwenden der am Blitzschuh der Kamera angebracht ist, und einen weiteren der nicht direkt mit der Kamera verbunden ist.

 

 

Alle digitalen Spiegelreflexkameras sind auch dazu gedacht, um Bilder von der Speicherkarte (in der Kamera) auf einen Computer zu übertragen. Dazu ist im Lieferumgang ein USB-Kabel enthalten, dass die Kamera mit Ihrem Rechner verbindet und somit einen direkten Datentransfer ermöglicht. Der Nachteil dieser Methode liegt darin, dass die Übertragung der Daten/Bilder mit Hilfe des Kabels meist vergleichsweise zeitintensiv ist. Zudem kann die Kamera während der Datenübertragung auch nicht genutzt werden. Die Nutzung eines Kartenlesegeräts ist eine weitaus einfachere und bequemere Möglichkeit, Bilder von der Kamera auf den Rechner zu bekommen. Dies kann ständig mit einem USB Kabel oder per FireWire (je nach Art des Kartenlesers) mit Ihren PC verbunden bleiben, und man muss die Karte einfach nur in Ihr Lesegerät stecken wenn man Bilder downloaden möchten. Brauchbare Lesegeräte, wie beispielsweise UDMA kompatible Modelle, übertragen die Daten weitaus schneller als die Übertragungsmethode mit USB-Kabel. Zudem können mit der Kamera auch während der Datenübertragung weiterhin Bilder aufgenommen werden.

Die Kartenlesegeräte sind natürlich an die unterschiedlichen Speicherkartenformate angepasst (SD, CF, etc.). Darüber hinaus lassen sich auch „Multi-Geräte“ erwerben, diese sind mit fast allen existierenden Kartenformaten kombatibel. Dies ist vor allem dann besonders praktisch wenn man unterschiedliche Kartenformate nutzt zum Rest der Familie.

Eine Überlegung wert

 

 

Der Hauptgrund sich einen Fernauslöser anzuschaffen war schon immer, die Kamera auch ohne den Auslöseknopf physisch betätigen zu müssen auszulösen, was insbesondere auch hierdurch hervorgerufene Verwackelungen vermeidet. Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Modelle von Fernauslösern: Eine Version mit Kabel sowie eine drahtlose Variante. Letztere nutzt in der Regel Infrarot um die kompatiblen Kameras auszulösen. Auch hier haben sich die Dinge in kurzer Zeit gewandelt, und ein Fernauslöser erfüllt heute weit mehr Funktionen als noch vor einiger Zeit. Neben einer externen Auslösetaste, bieten vor allem die verkabelten Varianten eine ganze Reihe weiterer Eigenschaften, wie beispielsweise einen Countdown-Timer, Kontrolle über die Belichtungszeit, Intervallzeitgeber sowie weitere sehr nützliche Aufnahme-Optionen.

Aufgrund der Nutzung von Funksignalen hat sich die Reichweite von kabellosen Fernauslösern, im Vergleich zu denen die ihre Signale via Infrarot übertragen, enorm erhöht. Diese Funk-Fernauslöser bestehen in der Regel aus zwei Einzelkomponenten: einem Sender und einem Empfänger, der an, oder neben der Kamera angebracht wird und mit der Fernsteuerungsbuchse der Kamera verbunden ist. Mit Hilfe der neuen Funk-Fernauslöser kann eine Kamera aus bis zu 100 Meter Entfernung ausgelöst werden. Klassische Anwendungsgebiete für diese Technik sind beispielsweise die Sportfotografie: Insbesondere werden beim Fussball die „Hinter-Tor-Kameras“ hiermit bedient.

Adobe Photoshop

Digitale Nachbearbeitung ist heutzutage ebenso Bestandteil der Fotografie wie Belichtungsmessung und Komposition Ihrer Aufnahmen. Bildbearbeitung existiert bereits seit jeher in der ein oder anderen Form, aber was vor einiger Zeit noch Stunden in der rot beleuchteten Dunkelkammer gedauert hat, lässt sich heute in wenigen Minuten am Laptop in Ihrem Wohnzimmer realisieren. Dabei muss man noch nicht mal die skurrilsten, visuellen Werke vollbringen um schätzen zu lernen, wie hilfreich entsprechende Software, z.B. Adobe Photoshop, sein kann. Kleine, subtile Verbesserungen der Farbgebung, Lichtverhältnisse und Töne helfen dabei, ein Bild wirklich einzigartig zu machen. Gleichzeitig können störende Elemente wie der „Rote-Augen-Effekt“ oder abstehende Haare von einem Bild entfernt werden um die Ästhetik Ihrer Aufnahmen zu verbessern – auch wenn dies vielleicht als eine Art „Schummeln“ gelten mag.

Adobe Photoshop ist eindeutiger Marktführer im Bereich der Bildbearbeitungs-Software. Aber wenn einen die sehr weit vorgeschrittene, durchaus komplizierte und leider auch recht kostspielige Version vom Kauf abschreckt, ist vielleicht die Einsteigerversion Adobe Photoshop Elements genau das Richtige. Sie bietet eigentlich alle Tools und Effekte die für jeden Fotografen sehr nützlich sein können, ohne all den „Schnickschnack“ mit der sich die Vollversion in erster Linie and Grafik-Designer und Künstler richtet.

 

 

Die meisten von uns haben irgendwo eine Kiste herumstehen, in der wir alte Fotos aufbewahren. Dort bleiben sie oft jahrelang, ohne dass etwas mit ihnen passiert. Ab und an werden sie dann doch mal hervorgekramt, in einem nostalgischen Moment, oder um die eigenen Kinder ein wenig zu blamieren, wenn die alten Fotos dem neuen Freund oder der neuen Freundin gezeigt werden. Im digitalen Zeitalter gehören solche Foto-Stapel meist der Vergangenheit an – oder wer druckt tatsächlich all die Bilder, die auf unseren Rechner gespeichert sind aus? Es ist nunmal so, dass die meisten Bilder die mit Digitalkameras aufgenommen werden für immer irgendwo auf einer Festplatte liegen werden. Festplatten haben jedoch eine Eigenschaft mit allen anderen Elektronik-Geräten gemeinsam: Sie können ausfallen. Wenn ihr Computer Morgen den Geist aufgeben würde, währen Sie immer noch in der Lage all Ihre Fotos zurückzubekommen? Eine Möglichkeit – wenn auch sicherlich nicht die beste – sich gegen den Verlust von Bilder zu schützen ist es, eine Sicherheitskopie davon anzulegen. Wenn man Bilder auf der Festplatte eines Rechners speichert, dann lohnt sich ebenso eine Sicherung auf einer externen Festplatte. Falls man dies bereits so handhabt, bedeutetd das, dass man – im Falle des Falles – immer über eine zweite Version der Bilder verfügt und immer noch auf die Dateien zurückgreifen können. Ein Totalverlust der Aufnahmen ist somit zunächst ausgeschlossen.

Die Profis unter uns kennen die Vorteile eines Festplatten Back-Ups bereits seit Jahren, der Hobby-Nutzer war in dieser Hinsicht nicht ganz so schnell. Wenn man darüber nachdenkt, wie viele Erinnerungen mit den Bildern verloren wären wenn der Rechner wirklich mal den Geist aufgibt, dann scheint eine externe Festplatte doch wirklich eine lohnende Investition zu sein.

Portable Festplatten sind ebenfalls ganz nützlich als ständiger Begleiter Ihrer Fotoausrüstung – allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Mit Ihnen kann man die Daten auf Speicherkarten auch bequem übertragen während man unterwegs ist. Bilder können von der Speicherkarte auf die Festplatte geladen werden, so dass die Karte formatiert und wieder genutzt werden kann. Praktischerweise kann man zudem ein Back-Up der Bilder auf der portablen Festplatte anlegen, während man sie gleichzeitig auch auf der Karte gespeichert lässt. Auf diese Weise wird das Risiko minimiert, wichtige Aufnahmen zu verlieren bis man wieder zu Hause ist und die Möglichkeit hat die Daten sachgerecht abzuspeichern.

Einige Modelle der portablen Festplatten, wie beispielsweise die Epson P-6000, sind zudem mit einem Bildschirm ausgestattet, der es ermöglicht Bilder anzusehen und zudem eine äußerst bequeme Variante der Sortierung und Organisation bietet.

 

 

Eines der verrückten Konzepte in der digitalen Fotografie ist es, dass man – sobald man ein Foto geschossen hat – es nicht mehr mit einem physischen, anfassbaren Objekt zu tun hat, wie dies früher beispielsweise mit den entsprechenden Filmen noch der Fall war. Heute ist es vielmehr so, dass man die digitale Darstellung einer Aufnahme hat, und diese innerhalb kürzester Zeit von der Kamera auf Ihren Rechner, vom Rechner auf ein Mobiltelefon, vom Mobiltelefon auf eine Website und von der Website wieder zurück auf Ihren Rechner laden kann – und zwar alles in sekundenschnelle wenn es nötig ist. Entsprechende kabellose Sender nehmen diese Idee auf und gehen noch einen Schritt weiter, indem sie den beschriebenen Datenaustausch völlig drahtlos ermöglichen. Mit einem geeigneten Sender kann man Bilder direkt nach der Aufnahme von der Speicherkarte der Kamera auf einen kompatiblen Laptop übertragen. Dies ist vor allem in Bereichen der Sportfotografie besonders nützlich, wo Kameras unter Umständen vollkommen ferngesteuert aus der Distanz bedient werden. Ein anderes Beispiel für die Anwendung dieser Technologie liegt im Bereich der Studiofotografie, wenn bei einem Shootings die Bilder möglichst schnell zur weiteren Bearbeitung geleitet werden sollen ohne die Session gleichzeitig unterbrechen zu müssen.

Für den forschgeschrittenen, aber noch nicht professionellen oder berufsmäßigen Fotografen sind diese Sender sicherlich ein – auch nicht ganz billliger – Luxus. Wenn man aber viele Bilder an einer einzelnen Location, beispielsweise im Studio aufnimmt, oder auf einem (Sport-)Event arbeitet, dann merkt man recht schnell, dass dieser Luxus die Arbeit durchaus erleichtert und sein Geld wert ist.

Themenabhängige Accessoirs

Selbstverständlich gibt es auch Zubehör-Teile, die auf einen sehr speziellen Zweck und eine spezielle Art der Fotografie ausgerichtet sind. An dieser Stelle soll nur ein kurzer Überblick über einige ausgewählte Accessoirs gegeben werden, die von spezialisierten Fotografen genutzt werden.

Der Studiofotograf

Alleine mit einer Kamera und den passenden Blitzgeräten lässt sich schon ein hohes Maß an Kreativität realisieren. Wenn aber das Studio die hauptsächliche Location ist, dann hilft eine gute Beleuchtungsausrüstung die fotografischen Fähigkeiten zu verbessern und fantastische Portraits abzulichten. Was den Preis angeht, gibt es eine entsprechende Ausrüstung zu schon recht günstigen Preisen; nach oben ist jedoch kaum eine Grenze gesetzt. Aus diesem Grund lohnt es, sich vorab über die unterschiedlichen Möglichkeiten zu erkundigen und auch darüber nachzudenken, was man nun bereits benötigt, aber auch wohin man sich zukünftig vielleicht entwickeln möchte und was man dafür benötigen würde.

Es ist möglich, sich mit digitalen Spielegreflexkameras durch Ausprobieren an die richtige Ausleuchtung durch die Studiobeleuchtung heranzutasten, es geht aber auch wesentlich bequemer und vor allem zeitsparender: Mit Hilfe eines Belichtungsmessers. Mit seiner Hilfe ist es recht einfach, exakt die richtige Lichtmenge zu berechnen und entsprechend an die bestehenden Verhältnisse anzupassen.

Der Wildlife Fotograf

Eine gute Planung und Geduld sind in der “Wild Life” Fotografie genauso wichtig wie die richtige Kamera sowie die passenden Objektive. Auch wenn man leider noch kein Hilfsmittel erwerben kann, die einem quasi automatisch die Tiere vor die Linse treiben und die besten Tier-Fotos garantieren, gibt es ein paar Accessoirs die zumindest dazu beitragen können ein wenig unsichtbarer zu werden und einem bei der, an sich meist recht spartanischen, Wild Life Fotografie ein wenig mehr Komfort stiften. Eine Objektiv-Verkleidung in Tarnfarben (lens coat) macht die Kamera nicht nur weniger auffällig, sondern gibt zudem zusätzlichen Schutz und macht die Handhabung des Objektivs, vor allem bei kalter Witterung, deutlich angenehmer.

Wenn man die Kombanation aus Tarnung und Verkleidung auf die Spitze treiben möchten, dann kann man sich sogar ein ganzes „Versteck“ zulegen. Dies bietet zwei entscheidende Vorteile bei der Wild Life Fotografie: zum einen ist man in einer entsprechenden landschaftlichen Umgebung deutlich weniger sichtbar, zum anderen ist man, während man auf den entscheidenen Shot wartet, bestens gegen sämtliche äußere Einflüsse geschützt. Denn wenn eine Sache während der Wild Life Fotografie gerantiert werden kann, dann ist das eine lange Wartezeit…

Der Makro-Fotograf

Wenn die Motive sehr klein sind und sich zudem auch sehr nahe am Boden befinden, dann kann eine an sich recht einfache Aufgabe, wie die richtige Zusammensetzung einer Aufnahme, zu einer richtigen Herausforderung werden. Wenn man mit dem Auge am Sucher ist und sich mit der Kamera in Bodennähe befindet, ist es nicht ganz so einfach nicht mitten im Dreck zu landen. Auch wenn die „Live-View“ Bildschirme einiger Kameras hier sicherlich schon Abhilfe leisten, gibt es noch weitere Accessoirs die einem das Leben in diesen Situationen leichter machen. Spezielle Winkelsucher von Canon, Nikon und Olympus in Kombination mit bestimmten Kameramodellen bieten einen 90° Blickwinkel durch das Okular. Der digitale Zigview S2 Live bietet hier die größte Erleichterung: Er übertragt den Blick durch das Okular mittels Kabelverbindung auf einen 2,5 Zoll größen LCD Bildschirm und kann ebenfalls dazu genutzt werden um die Kamera auszulösen. Es gibt also sehr nützliche Hilfsmittel, damit man sich die Hosen nicht mehr schmutzig machen muss.

Ein anderes, häufig zu beobachtendes Problem der Makro-Fotografie liegt darin, dass sich häufig störende Elemente, wie beispielsweise Pflanzen, Blätter, Zweige etc., im Sichtfeld der Kamera befinden. Zudem ist es insbesondere an recht windigen oder gar stürmischen Tagen nicht immer einfach ein graziles Motiv wie eine Blume oder Pflanze generell im Shot zu behalten. Aber keine Angst: der Plamp – ein flexibler Haltearm – schafft Abhilfe. Dieser Haltearm erfüllt nur einen einzigen Zweck: Pflanzen im Bild zu fixieren, oder Pflanzen aus dem Bild heraus zu halten. Somit ist der Plamp für Fotografen die sich auf das Ablichten von Pflanzen spezialisiert haben, ein absolutes „Must-Have“ Accosoire.

Der Landschaftsfotograf

Es gibt zwei Dinge die ein Landschaftsfotograf in der Regel verflucht: das Wetter und ungerade Horizonte. Gegen letzteres gibt es ein effektives und gleichzeitig auch einfaches Hilfmittel: eine Wasserwage. Direkt an der Kamera angebracht ist sie ein überaus hilfreiches und günstiges Tool um die Kamera genau in der richtigen Position zu haben und zu halten. Diejenigen die spezielle Gadgets und schicke Technologie mögen, fühlen sich vielleicht auch von der digitalen Version angesprochen: Hier wird die Stellung der Kamera durch beleuchtete LEDs angezeigt. Ein Beispiel hierfür ist die Seculine Action Level Cross. Sie hat die gleiche Funktion wie eine „normale“ Wasserwaage, ist aber noch genauer, lässt sich leichter ablesen und lässt ihre Kamera wie ein Teil eines Flugzeugcockpits aussehen. Zielmlich cool wenn man es mag.

Da das Wetter ein wenig schwieriger zu kontrollieren ist (ok – es ist unmöglich), man aber ein passionierter „All-WetterFotograf“ ist und Bilder sowohl bei Sonnenschein als auch Regenwetter aufnimmt, dann existieren einfache und bequeme Wege die Kamera zu schützen. Ein Regenschutz bietet dabei genau das, was schon der Name verspricht – er wird um die Kamera gelegt und schützt sie vor Regen. Diese gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, wobei auch die Preise von sehr günstig (die entsprechenden Modelle machen Ihren Job, sehen aber aus wie eine einfache Plastikhülle) bis vergleichsweise teuer (diese sind dann auch sehr robuste und auf spezielle Kameramodelle und Objektiv-Kombinationen ausgerichtete Versionen) reichen. Welcher Schutz der richtige ist, liegt vor allem daran, wie häufig man die Kamera den Elementen aussetzen wird – allerdings sollte auch daran gedacht werden nicht nur die Kamera, sondern auch sich selbst vor Regen und Sturm zu schützen.

Denkanstoß

Ich hoffe, dass dieser Leitfaden einen guten Überblick über die verschiedensten Zubehörteile, die auch zur eigenen digitalen Spiegelreflexkamera erhältlich sind, verschafft. Die schiere Auswahl an erhältlichen Artikel ist verblüffend und teils einschüchternd zugleich. Deshalb sollte man zuerst immer sehr gründlich darüber nachdenken, was für einen wirklich nützlich ist. Damit stellt man sicher, dass man mit seinem Equipment wirklich die bestmöglichen Ergebnisse erzielen kann. Und denken Sie daran: Wenn Sie Rat brauchen um die bestehenden Optionen einzuschränken, WEX Cameras kann dabei helfen! Rufen Sie uns an, oder kontaktieren Sie uns per E-Mail oder Live Chat und wir tun unser Bestes um Ihnen zu helfen. Denn manche von uns haben sich bereits genau die gleichen Fragen gestellt und sich den gleichen Entscheidungen gegenüber gesehen, so dass wir sicher den ein oder anderen Rat geben können!

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8 Kommentare »

  • Super, sehr hilfreich

    Franz Scheidecker
  • Sehr schöner Beitrag – ich habe ca. 1 Jahr gebraucht, bis ich alles Relevante beisammen hatte. Einiges steht noch an, aber im Großen und Ganzen bin ich ganz gut aufgestellt. Es ist und bleibt eben ein teures Hobby – meine ‘Regierung’ weiß davon zu berichten ;-)

    Christian Schirrmacher
  • Tolle Tipps!
    Ich fotografiere schon seit meinem 8 Lj.. Als Jugendlicher mangelt es an der Finanzierung der “Traumausrüstung”. Inzwischen nähere ich mich dem Pensionsalter, habe meine BMW R1200CL verkauft und den Erlös in eine Nikon-Vollformat-Kamera und in Nikkor-Top-Objektive investiert.

    Vorher benutzte Ich von der russischen Zenit B bis hin zur Nikon F4 und D700 schon viele Kameras. Die Erfahrung zeigt mir, dass es sinnvoller ist, in höchste Qualität der Objektive, des Stativs und in eine sehr gute Tasche zu investieren, anstatt laufend wieder etwas “billiges” zu kaufen…

    wexcameras bietet sehr gutes, preiswertes Zubehör für alle Fotografen.

    - Damit lässt sich arbeiten und es kostet am Ende auch nicht mehr als mehrer billigere Notlösungen.
    - Eine Gegenlichblende gehört immer drauf, UV oder Zirkular-Polfilter ebenso.
    - Ein sehr gutes Stativ (Gitzo, Manfrotto), statt einem mit Spielzeugröhrchen, hat man ein Leben lang…
    - Spitzenobjektive sind auch nach 20 Jahren noch optisch Spitze!

    Der Nachteil: Habe immer Angst, dass die Fotoausrüstung anstatt das Auto geklaut wird :-) LG

    Bernhard Egger
  • Hallo Ben Weeks,
    ein interessanter Bericht, der fast alles enthält, was man als engagierter Fotograf brauchen kann. Was der Naturfotograf braucht, der sich auf bewegliche Objekte, wie Vögel etc. konzentriert, ist ein Stativkopf. Und da sollten Sie sich mal die “Feedback-Schublade” der Website http://www.eki-foto.com ansehen, wie begeistert die Nutzer sind. Vielleicht haben Sie dann auch Lust, sich mit der Technik auseinanderzusetzen. Bei Stativköpfen wird, wie in Ihrem Bericht, leider auch bei vielen Fotografen gespart. Und wenn mich dann die Leute fragen, warum meine Bilder auch von fliegenden Vögeln scharf werden, dann gibt es eine ganz einfache Antwort. In der optischen Kette darf sich kein schwaches Glied befinden !!!
    Es grüßt Alfred Krappel

    Alfred Krappel
  • guten Tag,
    ich arbeite mit Kameras von Sony ua. mit der A900.
    Wenn ich so eure Seiten studiere, kommt es mir vor als gibt es nur Produkte von Canon oder Nikon.
    Ich vermisse Angebote für Sony / speziell für die Alpha900.
    MfG. Fred Lehmann

    Lehmann
  • Hallo… vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Wir nehmen uns Ihr Feedback zu Herzen und schauen was wir machen können.

    WEX Cameras
  • Hallo Herr Krappel,
    vielen Dank für Ihr Feedback. Sie haben einen sehr wichtigen Punkt beleuchtet und wir stimmen Ihnen voll und ganz zu! Stativköpfe sind sehr wichtig!
    Viele Grüße
    WEX Cameras

    Janine Field
  • Danke für das Feedback. Wir hoffen, dass Ihre Fotoausrüstung immer sicher ist!

    Janine Field

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